Die Eigenbluttherapie ist als Reiz-Reaktionstherapie ein klassisches naturheilkundliches Verfahren.
Das aus einer Vene frisch entnommene Blut wird sofort nach der Mischung mit bestimmten Wirkstoffen entweder subkutan oder intramuskulär zurückinjiziert.
Das Blut trägt Informationen, die dem Immunsystem an einem „unerwarteten“ Ort präsentiert werden und dadurch Immunreaktionen auslösen, die das gesamte Abwehrsystem stimulieren. Die gesteigerte Abwehr entfaltet ihre Wirkung dann im gesamten Organismus und kann zur Abheilung eines akuten oder chronischen Prozesses führen.
Die angeregten immunologischen Vorgänge werden am Anstieg der Leukozytenzahl, vermehrter Antikörperbildung und evtl. an einem Temperaturanstieg sichtbar. Wie bei anderen Reiz-Reaktionsmethoden auch, kann der anfängliche Reiz zu einer sogenannten Erstverschlimmerung führen, die dann allerdings rasch in eine Verbesserung umschlägt.
Die Injektionen erfolgen bei chronischen Erkrankungen Störungen 1-3 mal pro Woche über einen Zeitraum von 6-10 Wochen oder in zeitlich größer werdenden Behandlungsintervallen. Nach einer Pause kann eine weitere Injektionsserie folgen.
Bei Akuterkrankungen (z. B. Infekten) werden Eigenblutinjektionen in kurzen Abständen zum Teil täglich, insgesamt aber nur wenige Male durchgeführt.