Unterschiede zur Behandlung nach Prof. Racz (sog. Racz-Katheter)
1982 wurde von dem Anästhesisten und Schmerztherapeuten Prof. Gabor Racz in den USA ein Verfahren zur minimal-invasiven Behandlung von Bandscheiben- vorfällen entwickelt, das sich inzwischen weltweit millionenfach bewährt hat. Der Anästhesist Dr. Karl Schlarb aus Backnang, Deutschland modifizierte die Methode in den 1990er Jahren zur periduralen hypertonen Kochsalztherapie.
Bei der Behandlung nach Prof. Racz wird ein Katheter eingesetzt, der eine sehr steife, metallarmierte Spitze besitzt und über einen Punkt im Bereich des Kreuzbeines (Hiatus sacralis) nach oben in den Wirbelkanal vorgeschoben wird. Die Punktionsstelle für den Racz-Katheter befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Analregion und ist deshalb stark infektionsgefährdet.
Bei der von uns angewandten Technik der periduralen hypertonen Kochsalztherapie erfolgt die Punktion des Periduralraumes nach den Modifikationen von Dr. Schlarb in Höhe der gereizten Nervenwurzel und damit in deutlicher Entfernung zur Analregion. Die Infektionsgefahr ist dadurch stark verringert und es ist keine prophylaktische Gabe eines Antibiotikums erforderlich. Auch ist der von uns verwendete Katheter deutlich flexibler, wodurch eine versehentliche Verletzung von Nerven und Gefäßen minimiert wird.
Bei der Behandlung nach Prof. Racz wird zusätzlich das Enzym Hyaluronidase injiziert. Aufgrund der potentiell allergieauslösenden Wirkung dieser Substanz verzichten wir in der Regel darauf.
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Peridurale hypertone Kochsalztherapie - der Behandlungsablauf
Peridurale hypertone Kochsalztherapie - kleiner Eingriff mit großer Wirkung